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Viele Jahrhunderte gab es Bergbau in Wiesloch und Umgebung. In Altwiesloch… weiterer Bericht folgt!!
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Viele Jahrhunderte gab es Bergbau in Wiesloch und Umgebung. In Altwiesloch… weiterer Bericht folgt!!
Gerhard Weiser (* 11. Januar 1931 in Heidelberg; † 10. September 2003 in Sinsheim) war ein deutscher Politiker der CDU.
Gerhard Weiser verbrachte die Kindheit und Jugend in Altwiesloch (Gutshof am Rosenbuckel) Weiser besuchte die Volks- und Fachschule in Wiesloch und erlernte den Beruf des Landwirts. 1948 machte er seine Gehilfenprüfung und 1956 legte er die Meisterprüfung ab. Er führte dann in Mauer im Rhein-Neckar-Kreis den eigenen Betrieb als Landwirt, wobei er sich nebenher auch in der Verbandsarbeit engagierte. So wurde er zunächst Jugendreferent, dann ab 1952 Geschäftsführer beim Kreisbauernverband und 1959 sogar dessen Kreisvorsitzender (bis 1976). Den Landwirtschaftsbetrieb führte seine Familie trotz Weisers späteren politischen Verpflichtungen über Jahre hinweg weiter.
Quelle: WIKI
An einem kalten Februartag des Jahres 1912, so berichtet die „Wieslocher Zeitung“ von damals, trafen sich Altwieslocher Bürger, um zu beratschlagen, wie nun am besten aus der Ruine des Langhauses der im 17. Jahrhundert letztmals zerstörten Pankratiuskapelle ein Kindergarten errichtet werden könne. Die alteingesessenen Bürger Lauinger, Reiß und Schildhorn wurden mit anderen beauftragt, hierüber zusammen mit den Behörden zu verhandeln. Doch der so gut gemeinte Plan wurde verworfen und der Gemeinde von der Obrigkeit aus Karlsruhe die Auflage gemacht, die uralte Ruine und die zum Teil brüchigen Kastanienbäume zu sichern, um Gefahren für Leib und Leben abzuwenden.
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In der Tat, wie viele Kriege, Stürme, Gefahren und Notzeiten mag die Pankratiuskapelle schon überdauert haben? Welch großer Zahl von Glaubenden und Hilfesuchenden bot sie als Mittelpunkt des Ortes Schutz und Zuflucht, nicht nur in Nöten und Gefahren! War etwa auch der Feldherr Tilly dort? Wer erinnert sich nicht auch an die Zeit der Dreißiger Jahre, in denen sich die Jugend dort oft getroffen hat?
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Und welcher Altwieslocher Junge, der nach dem I.Weltkrieg den von der unvergessenen Schwester Gosberta überkonfessionell geführten Kindergarten besuchte, stillte seinen Tatendrang nicht auch mit einer Kletterpartie im Gemäuer der Kapelle oder auf den mächtigen Kastanienbäumen? Irgendwann wurden die Ausreißer von der Schwester oder der „Heinriche Elisabeth“ oder einem „rechtschaffenem Manne“ wieder in den Kindergarten zurückgebracht.
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Bürgermeister der bis 1908 selbständigen Gemeinde war um die Jahrhundertwende Herr Greulich, ein sehr aufgeschlossener Mann.
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In der bis zum Jahre 1936 selbständigen Schule wirkten die Lehrer Flühr, Haas, Hornung, Lang und Wirth. Viele denken noch heute an sie mit Hochachtung.
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Oma Mußler und Stricklehrerin Schildhorn suchten tagtäglich bis ins hohe Alter hinein mit anderen die Kapelle zum Gebet auf. Wenn die Winterstürme durch das Geäst der Bäume und das Gemäuer heulten, hielten beide es für möglich, das „Heulen der Armen Seelen“ zu hören.
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Dann kam die kurze aber um so aufregendere Zeit der Wallfahrten zum Christusbild unter dem Altar. Nach Restaurierung des Bildes wurde es wieder um einiges ruhiger.
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Maurer Hack mußte immer wieder Dach und Gemäuer ausbessern; es war ja eine arme, anspruchslose Zeit.
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Die Familien Hack und Wettstein waren die Wirtsleute des Ortes. Im Hause des Heinrich Scholl wurde mehr als fünf Generationen hindurch eine Schmiede betrieben. Die Küferei wurde von den Schildhorns versehen. August Lemp war der erste Metzger im Ort. Sein Laden war anfangs im Hause neben der Zigarrenfabrik, dann baute er das Metzgereigebäude, das später Metzger Leibiger übernahm. Die Bäcker Scheerer und Steinmann backten Brot, der erstere im Holz befeuertem Ofen, der andere heizte den seinen mit Kohlen.
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Am „Reiße Brunnen“ holte man sich gutes Quellwasser.
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Die Bergleute, unter ihnen der Steiger Rieger und die Vormänner Hollerbach, Sohn und Wettstein, gingen täglich über die Holzbrücke des Schlangengrundgrabens hinweg zum Schacht im Gewann Kreuzstein auf Baiertaler Gemarkung. Nach dem Gebet und dem „Glück auf“ stiegen sie an Leitern in die Tiefe des Schachtshinunter. Erst in den 20er Jahren wurden die Neuanlagen der Grube „Segen Gottes“ des Bergwerks der Stoiberger Zink AG auf den Schafbuckel verlegt. Hier ging man bis in 400 m Tiefe und etwa westlich bis unter das Köpfle, im Süden bis zum Maxschacht und im Osten bis zur alten Schachtanlage. Das lange Jahre hindurch unter Aufsicht des Steigers Dahm betriebene Bergwerk einer belgischen Firma, das seinen Stolleneingang im Schlangengrund hatte, wurde mit dem Betrieb der Stoiberger Zink AG fusioniert. Bergwerksverwalter Heuser räumte sein Verwaltungsgebäude für die Hessler Kalkwerke. Diese hatten ihr Kalkwerk um die Jahrhundertwende vom nahen Malsch nach Wiesloch verlegt. Nikolaus Hessler, Apotheker aus Neckargemünd, war der Gründer der Firma. Noch heute erinnert das alte Glöcklein auf dem Gebäude an dessen frühere Bestimmung. Es rief die Bergleute zur Schicht und läutete auch bei ihrem letzten Gang zum nahen Friedhof.
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Bis zum Beginn des I.Weltkrieges hatte der Ort gegen 400 Einwohner. Das letzte Haus stand nahe der Weiherstraße. In den ersten Kriegstagen 1914 brannte das Stallgebäude des Römerhofes ab. Es wurde durch einen modernen Bau ersetzt, der bis zur Verlegung des Gutshofes in das neue Feld in den 50er Jahren allen Ansprüchen gerecht wurde. Bekannt ist die köstliche Milch, die Zimmermanns Kühe lieferten und die in Flaschen abgefüllt, der Bevölkerung der Stadt vom „Markmann’s Fritz“ mit dem „Milchgeile“ zugeführt wurde. Melker Ohr arbeitete lange Zeit treu und gewissenhaft von früh bis spät.
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Die Zigarrenfabrik im Ort wurde von der Firma Herxheimer betrieben und erst später von der Firma Landfried übernommen. Meister Rausch führte lange Jahre hier Aufsicht.
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Ein Großbrand zerstörte in den 20er Jahren einige alte Gebäude im Schloßhof.
Von den Alteingesessenen fühlten sich die meisten mit den Namen und Geschlechtern Bender, Franzisky, Frey, Gefäller, Goldschmidt, Lauinger, Lechner, Reiß, Scheerer, Schildhorn, Schweikert, Steinmann, Wagenblaß, Weiser, Zimmermann und viele andere mehr, verbunden. Wer kannte nicht viele von ihnen noch als fleißige rührige Männer, die sich mit ihren Angehörigen redlich – mit oder ohne sichtbaren Erfolg – mühten und plagten? Eigenen Grund und Boden gab es wenig, dafür viel Pachtland.
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Die Bürger Altwieslochs hielten in einer Gemeinschaft fest zusammen. Manche Pläne wurden unter den Kastanienbäumen des Freiheits- und Kapellenplatzes gehegt und besprochen. Auch das Feiern der Feste, besonders der „Bierekuchenkerwe“ kam nicht zu kurz. “
Neben dem Gesangverein gab es vor dem 1. Weltkrieg den Fußball-Verein. Auf dem Gelände der Erzwäsche wurde Fußball gespielt. Auch ein Schützenverein war vorhanden.
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Die Beschäftigungen in der Industrie, im Hessler-Kalkwerk, Bergwerk, in der Heil- und Pflegeanstalt, bei der Schuhfabrik Franzisky und anderen Betrieben nahmen immer mehr zu. Stetig änderte sich auch in Altwiesloch die Struktur des Ortes und seiner nun ca. 700 Einwohner. Beide Weltkriege forderten Opfer.
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Vieles hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. Heute kennt jeder den nun auch als Wohnort begehrten Stadtteil in seiner jetzigen Größe und Ausdehnung.
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Der Mensch verliert immer mehr Bindungen, wird gehetzter und unruhiger; Originale sind fast nicht mehr bekannt. Altwieslochs Bürger haben oft bewiesen, daß vieles gemeinsam besser geht. Solange dieses Zusammengehörigkeitsgefühl und der Gemeinsinn wach bleiben, wird Altwiesloch als Stadtteil eine lebendige Gemeinschaft bleiben.
Viele Anregungen verdanke wir den Gesprächen mit: K. Franzisky, Gg. Gefäller, O. Haas, F. Wagenblaß. Bürgermeister Mohr nahm diese Gespräche auf Band auf und legte damit den Grundstock für ein Archiv der Stadt Wiesloch „Aus früheren Zeiten“. Walter Hotz
1955 – 1970
Industrie – Gewerbe:
Vetter Labormessgeräte, Baiertaler Str.
Hessler Kalkwerke, Baiertaler Str.
Sander Thermaölanlagen, BaiertalerStr. 99 – danach –
Apparate-und Stahlbau Dr.Tunkel und Knopf, BaiertalerStr. 99 – danach –
Apparatebau Wiesloch GmbH, BaiertalerStr. 99 – danach –
Apparate und Kassel Bau, Baiertaler Str.99 (2009 Insolvenz)
Wilhelm Franzisky OHG, Schufabik, Römerstr.
Militärfahzeuge, Metallhandel, Fromm Richard, Dielheimer Str.
Radio TV, Halfar, Dielheimer Str.
Schildhorn, Tanporte, Bannholzweg/Schlosshof
Kahlenberg, Blechnerei, Schiller Str.
Mischanlage Ritzhaupt, Dielheimer Str.
Papiergroßhandel,Schillerstr.
Hack, Otto, Maurer, Baiertaler Str.
Architekten:
Fahr, Karl, Hirschstr.
Hofer, Römerstr.
Hack, Hermann, Baiertaler Str.
Schreinerei:
Wolf, Wilhelm, Dielheimer Str.
Wolf, Baiertaler Str.
Schenkel, BaiertalerStr.
Schneider:
Wagenblaß, Dielheimer Str.
Schuhmacher:
Bayer, Dielheimer Str.
Bäckerrei:
Steinmann, Georg, Baiertaler Str.
Scherer, Dielheimer Str.
Lebenmittel / Metzgerei:
Geflügelzucht Lauer, Baiertaler Str.
Lechnersche Mühle, Baiertaler Str.
Milchzentrale Schildhorn, Bahnnholzweg
Werner, Lebensmittel, Baiertaler Str.
Scherer, Lebensmittel, Dielheimer Str.
Bader, Lebensmittel, Baiertaler Str.
Leibiger, Metzgerei, Baiertaler Str. – danach –
Jäckel, Metzgerei, Baiertaler Str.
Wäscherei:
Hartlieb, Baiertaler Str.
Kelter -Destellerie:
Lechner, Destellerie, Baiertaler Str.
Breining, Anna, Obstkelter, Schloßhof
Gutshöfe/Landwirtschaft:
Weiser, Dielheimer Str.
Hartlieb, Schulgasse
Beifuß, Dielheimer Str.
Römerhof, ZumSchlangengrund
Wettstein, Hirschstr.
Scherer, Hirschstr.
Gefäller, Schulhof
Schweikardt, Dielheimer Str.
Post :
Kochhut, Dielheimer Str.
Wagenblass, Dielheimer Str.
Baiertaler Str.
Hirschstr.
Gastronomie :
Weisses Rössl, Schiller Str.
Zum Hirsch, Hirschstr.
Zur Rose, Dielheimer Str.
Kindergärten :
kath. Kindergarten, Schulgasse -danach-
kath. Kindergarten, Baiertaler Str.
ev. Kindergarten, Baiertaler Str. (Haus an der Baiertaler Straße)
ev. Kindergarten, Baiertaler Str. (Neubau im hinteren Teil des Anwesens)
(ev. und Kath. Kindergarten Baiertaler Str. nach Abriß heute Standort von Haus Silberberg)
Amt:
Staatliches Autobahnamt, Baiertaler Str.
Siedlung und Gemarkung. – Der Name Altwiesloch begegnet erstmals 1400. Zu Anfang des 15. Jahrhs. bestand die Siedlung aus einer Burg und dem zugehörigen Gutshof. Also kann die Bezeichnung „alt“ nicht für die Ansiedlung überhaupt, sondern höchstens für die Burg im Gegensatz zum Wieslocher Schloß gelten. Auch dabei ist möglich, daß nicht ein höheres Alter, sondern einfach nur der bauliche Zustand gemeint war34).
Gewiß wird die Burg unter dem einfachen Namen Wiesloch auch schon vor 1400 urkundlich genannt, jedoch ist eine Unterscheidung vom Wieslocher Schloß nicht immer sicher. Wegen des Zusammenhangs mit dem Patronat der Kapelle ist die Feste Wiesloch, die 1269 und 1277 an Pfalz verpfändet, dann verkauft wurde, als Altwiesloch anzusehen. 1288 werden in Wiesloch Castrum (Feste) und civitas sive oppidum (Stadt) unterschieden, beim Castrum lag noch eine villa. Es kann sich bei letzterem nur um das Schloß Altwiesloch und den zugehörigen Gutshof samt Taglöhnerhäusern handeln. Dazu paßt auch eine Schönauer Urkunde von 1293, die eine Wiese zwischen Castrum (Altwiesloch) und oppidum (Stadt Wiesloch) beschreibt. Das oppidum wird in diesem Zusammenhang zusätzlich durch die zahlreichen in seiner Gemarkung noch identifizierbaren Flurnamen als die Stadt ausgewiesen35).
Bevölkerungsentwicklung:
| Jahr | Wiesloch | Altwiesloch | Frauenweiler | Landes- krankenhaus |
| 1577 | 1360 | |||
| 1727 | 978 | |||
| 1777 | 1373 | 131 | ||
| 1818 | 2012 | 244 | ||
| 1834 | 2250 | 380 | ||
| 1852 | 2874 | 424 | ||
| 1875 | 3187 | 402 | ||
| 1905 | 4357 | 555 | ||
| 1925 |
- |
- |
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| 1939 |
- |
- |
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| 1950 | 7565 | 912 | 619 | 1830 |
| 1961 | 9192 | 1388 | 1023 | 2048 |
| 1965 | 11550 | 1322 | 1228 | 1755 |
Baiertal und Schatthausen wurden später eingemeindet
Seif Jahrzehnten hat man’s schon vernommen,
daß man zur Birekuche-Kerwe stets willkommen.
Der Weinstadt Weinfest ist vorbei,
dann muß in Altwiesloch auch bald Kerwe sei.
Im Schloßhof, wie in den letzten Jahren,
werden sich auch heuer viele Gäste scharen.
Urgemütlichkeit mit Raffinesse,
da kann man schwätze, trinke, esse.
Ab Samstag um die Mittagsstund
geht es im Stadtteil richtig rund.
Gib auch der Mutti einmal frei,
lade Sie zum Essen nach Altwiesloch ein.
Samstag beim Kinderflohmarkt hat es viele Raritäten,
an allen Tagen deftige Spezialitäten.
Den Wieslocher Wein und Birekuche
kann an diesem Wochenende jeder versuche.
Natürlich gibt’s auch Bier vom Faß,
und für die Kinder Riesenspaß
Der Altwieslocher Stadtteilverein lädt Euch alle ein,
im Schulhof wird’s wieder urgemütlich sein.
Nach dem Motto: Am Sonntag bleibt die Küche kalt,
da geht nach Altwiesloch Jung und Alt.
Seid bei uns herzlich willkommen,
wir hoffen, daß auch alle kommen.
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Autor: A. K. von Altwiesloch
Nun wird uns wieder schön und klar
der Weg zum Heimathaus enthüllt,
und unser Herz ist froh und wunderbar
von Festesglanz und mit Gesang erfüllt.
Verbunden sind wir all der Heimat,
die uns mit schönen Stunden heut erquickt,
sie gibt uns Seligkeiten aus dem Schoß der Zeiten,
drum finden wir so gern zu ihr zurück.
Was einmal war, hier lebt es fort für immer,
auch wenn du’s selbst vergessen hast,
das Haus der Heimat es hat viele Zimmer,
und du bist stets willkommener Gast.
Das Haus der Heimat es hat viele Türen,
es wird der Weg zur Heimat nicht umsonst gemacht,
und wenn du nicht mehr weißt wohin die Türen führen,
im Haus der Heimat sind die Schlüssel und die Kraft.
Das Haus der Heimat, es hat tausend Stufen
gestützt durch Säulen der Vergangenheit,
und bist du fern, die Heimat wird dich immer rufen
sie hält für dich viel Glück bereit.
Drum Heimat, wenn ich deinen Namen sage,
klingt es in mir wie ein Gebet,
das tief ich in dem Herzen trage,
und das für dich zum Himmel geht.
Heimat, wenn ich deinen Namen sage,
vergessen, fern in fremden Land,
bist du auch in dem dunkelsten der Tage,
mir stets ein Licht von Gott gesandt.
Und geh ich irr, weiß nimmer meinen Weg,
hör ich die Heimat für und für,
sie ruft und zeigt mir einen sicheren Steg,
gibt Freude, Kraft und Ruhe mir.
Autor: Wilhelm Schweickardt, † 1975,
lebte in seinem Bauernhof in der Dielheimer Straße
Altwiesloch – beinahe gerät der östliche Stadtteil der weithin bekannten Weinstadt Wiesloch hinter deren klangvollen Namen in Vergessenheit. Eingebettet in das Tal des Leimbaches, von Hügeln des Kraichgaues und den Ausläufern des Odenwaldes umschlossen, hat es seinen stillen, bäuerlichen Charakter fast bis in unsere Tage bewahrt und darf heute Mittelpunkt eines Festes sein.
Fahnenweihe 1895