Wiesloch. (oé) Umgehung ja, aber keine Südumgehung: Auf diesen kurzen Nenner lassen sich die Entscheidungen bringen, die Wieslochs Gemeinderat fällte, als es erneut um die strittige Frage ging, wie Altwieslochs Ortsdurchfahrt von der hohen Verkehrsdichte entlastet werden könnte. Aus Sicht der Stadt wurde die neuerliche Entscheidung nötig, weil die neue Landesregierung beabsichtigt, die Wieslocher Umgehung aus dem Generalverkehrsplan herauszunehmen, nachdem der Gemeinderat vor zwei Jahren sämtliche möglichen Trassenvarianten abgelehnt hatte. Auch eine Bürgerversammlung in Altwiesloch hatte im Herbst letzten Jahres auf eine Korrektur dieser Entscheidung gedrängt.
Jetzt hat der Gemeinderat zumindest deutlich gemacht, dass er sich grundsätzlich eine Umgehung für Altwiesloch wünscht, auch wenn dies mit denkbar knapper Mehrheit geschah. Mit 18 zu 17 Stimmen votierte das Gremium dafür, die Ortsumgehung als Maßnahme des “vordringlichen Bedarfs” im Generalverkehrsplan des Landes zu belassen. Die Stadt wird nun einen entsprechenden Antrag beim Land stellen. Keine Mehrheit gab es allerdings für den zweiten Teil des von der CDU beantragten Beschlusspakets: nämlich für eine Weiterplanung der Südumgehung in der ortsnahen Variante 1.
Das Regierungspräsidium als zuständige Straßenbaubehörde hatte in der Vergangenheit wiederholt deutlich gemacht, dass es diese Trasse favorisiert und auch für die einzig realistische Variante hält. In geheimer Abstimmung plädierten nun jedoch nur 15 Stadträte dafür, dass das Regierungspräsidium die Planungen für diese Trassenvariante wieder aufnimmt. 19 Räte votierten mit Nein. Eine Stimme war ungültig.
28. Januar 2012 um 21:58
Der Ausgang ist m. E. sehr bedauerlich.
Wie ich das sehe, kann man hier nachlesen
http://www.a-seidler.de/2012/gemeinderat-sagt-nein-zur-umgehung-nun-fordern/